Multimedia
Multimedia bezeichnet die Integration von Inhalten, die sich an verschiedene Sinne wenden. So ist etwa die Integration von Text und Ton oder Bild und Ton multimedial (wendet sich an Auge und Ohr), die Integration von Text und Bild jedoch nicht (wendet sich an das Auge allein). Mit anderen Worten: Fernsehen ist multimedial, eine Tageszeitung jedoch nicht.
Bekannt geworden ist der Begriff in erster Linie durch sogenannte Multimedia-Anwendungen für PCs und bezeichnet hier im engeren Sinne die Integration digitaler Medien in Verbindung mit Interaktionsmöglichkeiten für den Anwender.
Der pädagogische Gedanke hinter multimedialen Medien ist, dem Betrachter die Wissensaufnahme von Inhalten zu erleichtern: Wenn Informationen mit mehreren Sinnesorganen aufgenommen werden, so die Theorie, würden diese besser "gespeichert". Eine weitere wichtige Rolle spiele die Möglichkeit der Interaktion, da der Betrachter hierdurch eine individuelle Wissensvermittlung erhalte und erfahrungsorientiert Inhalte aufnehme (Lernprogramme, CBT = Computer Based Training, CAL = Computer Aided Learning).
Diese didaktischen Aspekte von Multimedia wurden jedoch u. a. von dem amerikanischen Medienkritiker Neil Postman und von ihm zitierten Studien kritisiert: Es scheint keine Anhaltspunkte dafür zu geben, dass Inhalte besser gelernt werden, wenn sie multimedial präsentiert werden ('Naive Summentheorie'). Eine positive Auswirkung für das Lernen scheint jedoch von der Möglichkeit der Anwender-Interaktion auszugehen.
